KI kann Texte schreiben. Ideen liefern. Inhalte zusammenfassen, übersetzen, umformulieren und wiederverwerten. Sie kann bei der Contentplanung helfen, Varianten erstellen und Aufgaben erledigen, für die wir selbst deutlich länger bräuchten.
Das ist ziemlich praktisch. Aber nur weil KI etwas produzieren kann, bedeutet das noch nicht, dass wir ihr auch die Entscheidung darüber überlassen sollten, was produziert wird. Denn am Ende sitzt vor dem Bildschirm immer noch ein Mensch. Und der trägt die Verantwortung.
«Wir sollten auch noch auf TikTok.» Oder LinkedIn. Oder Instagram. Vielleicht wieder mehr auf Facebook?
Der Gedanke ist schnell da, besonders dann, wenn eine Plattform gerade viel Aufmerksamkeit bekommt, die Konkurrenz dort sichtbar ist oder die eigenen Social-Media-Aktivitäten nicht so laufen wie erhofft. Und vielleicht ist eine neue Plattform tatsächlich die richtige Antwort. Aber vielleicht auch nicht.
«Wir brauchen eine Social-Media-Strategie.» Das klingt erst einmal vernünftig. Und je nach Unternehmen, Organisation oder Ausgangslage ist eine ausführliche Strategie tatsächlich sinnvoll.
Nur: Nicht jede Social-Media-Strategie muss aus einem 40-seitigen Dokument, mehreren Workshops und einem ausgeklügelten Redaktionsprozess bestehen. Strategie ist kein Selbstzweck. Sie soll vielmehr dabei helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Vor ein paar Jahren habe ich hier über Watzlawicks «Man kann nicht nicht kommunizieren» geschrieben und darauf hingewiesen, dass dies auch für Social Media gilt. Wer als Unternehmen oder Brand nicht auf Social Media präsent ist, kommuniziert damit ebenfalls etwas.
Daran hat sich nichts geändert. Doch: Nur weil wir kommunizieren, müssen wir nicht ständig etwas sagen.
Wer heute online kommuniziert, produziert ständig Inhalte: Ein LinkedIn-Beitrag, ein Instagram-Post, ein Newsletter, ein Flyer oder eine neue Seite auf der Website. Alles Content. Oder?
Viele Unternehmen stellen sich früher oder später diese Frage. Schliesslich gibt es Social Media, Newsletter, Plattformen und unzählige andere Möglichkeiten, Inhalte zu teilen. Braucht es da wirklich noch einen Blog auf der eigenen Website?
Social Media gehört heute für viele Unternehmen ganz selbstverständlich dazu. Trotzdem wird der Aufwand, der hinter einer professionellen Präsenz steckt, oft unterschätzt. „Das machen wir nebenbei“ ist ein Satz, der in diesem Zusammenhang immer noch häufig fällt – und fast immer zu Frust führt. Denn Social Media braucht Ressourcen, Zeit, Know-how und Kontinuität. Und vor allem: Klarheit darüber, was man erreichen will.
Die Frage nach der richtigen Posting-Frequenz taucht immer wieder auf. Wie oft sollte man posten? Täglich? Mehrmals pro Woche? Oder lieber weniger, dafür gezielter?
Social Media ist allgegenwärtig. Und doch herrscht oft Unklarheit darüber, was genau darunter zu verstehen ist. Dabei hilft eine einfache Plattform-Liste zu erstellen wenig, wenn nicht klar ist, warum und wie Social Media genutzt wird.
„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Dieser bekannte Satz von Paul Watzlawick gilt nicht nur im persönlichen Austausch, sondern auch im digitalen Raum – und damit ganz klar auch für Social Media.